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Agilität ist unter Organisationstheoretikern und Unternehmenspraktikern seit einiger Zeit schon das Konzept der Stunde. Mit agilen Prinzipien und Methoden versuchen viele Organisationen, auf die sich ändernden Umfeldbedingungen zu reagieren (Stichwort: VUKA-Welt, Digitalisierung). Dies sind auch Anforderungen und Herausforderungen für Schule und Schulaufsicht, wenngleich eine simple und direkte Übertragung den Spezifika des Bildungssystems nicht gerecht wird. Deshalb bietet mindshaker im Rahmen der Schulaufsichtstagung 2018 des Landes Nordrhein-Westfalen am 16.11.18 einen Workshop an, in dem es um Sinn und Nutzen des Ansatzes für die Bildung geht: „Agile Schule – agile Schulaufsicht: Was könnte das sein?“

Agilität: Präsentationsthema der Schulaufsichtstagung NRW 2018

Eingeladen hat die QUA-LiS, die Qualitäts- und Unterstützungsagentur – Landesinstitut für Schule in Soest unter dem Tagungstitel: „Schulaufsicht 3D – Digitalisierung, Dialog, Diversität“. Am 15.11.18 ließen sich die Schulaufsichtsvertreterinnen und -vertreter bereits zu einem anderen Thema von mindshaker inspirieren: „Führung und Verrat – Regelverletzung als Führungskompetenz“.  Die Idee dieses Impulses, dass Regelverletzungen gelegentlich notwendig sind, um in unklaren Situationen handlungsfähig zu bleiben und Innovationen zu ermöglichen, war für einige Aufsichtsbeamte nicht ganz leicht zu verdauen. Nachdenklichkeit löste auch das Konzept des „virtuous betrayal“ (James Krantz) aus, des tugendhaften Verrats im Interesse eines übergordneten Ziels. Es entstand eine lebhafte Diskussion über die Vor- und Nachteile, Sinnhaftigkeit und Grenzen von Regeln und Verfahren. Zweifellos sind transparente und geordnete Verfahren zur Entscheidungsfindung eine zivilisatorische Errungenschaft. Doch das Konzept des „virtuous betrayal trägt der Tatsache Rechnung, dass das beste Regelwerk seine Begrenzungen und Nachteile hat und Organisationen „auf eine Komnination von Regelbefolgung und -verletzung auf Gedeih und Verderb angewiesen sind“ (Günther Ortmann), wenn sie erfolgreich sein wollen. Mehr Infos hierzu finden Sie in einem Beitrag von Robert Erlinghagen im Magazin der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.

 

Überall ist von Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Agilität und Innovation die Rede – auch im Bildungssystem. Die VUCA-Welt bietet kreativen Akteuren faszinierende Möglichkeiten, von anderen wird sie eher bedrohlich wahrgenommen. mindshaker interessiert daran vor allem die soziale und psychologische Dimension. Denn der Mensch ist weder für dauerhaften Stillstand, noch für rastlose Veränderung gemacht.

Wer Change und Agilität initiieren will, kann auf den Zauber des Anfangs bauen, muss aber auch immer mit unerwünschen Nebenwirkungen rechnen. Es gilt, Bestehendes nicht nur zu überdenken, sondern wenn nötig auch zu zerstören. Alte Regel müssen übertreten, geändert, abgeschafft werden. Was dies für Führungskräfte bedeutet, die ja oft Initiatoren von Veränderung sind, war Gegenstand eines Workshops auf einer Tagung an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich in Linz. Der Tagungsbeitrag von mindshaker ist soeben im Magazin der Hochschule erschienen.

Das Journal Supervision 1/2018 ist soeben erschienen. Als Gastredakteur hat Robert Erlinghagen darin den Schwerpunkt „Denken und Handeln in Organisationen“ mitgestaltet und einen Beitrag über „Prägende Ambivalenzen“ in Organisationen veröffentlicht: Kollektivismus vs. Individualismus, Reflexion vs. Handlung, Innovation vs. Bewahrung, Transparenz vs. Vertrauen sowie analog vs. digital; dies sind die zentralen Achsen entlang derer Organisationsentwicklung heute stattfindet.

Gemeinsam mit Rainer Witzel, Geschäftsführer der Kooperationspartners Thor Capital, hat Robert Erlinghagen einen kritisch-reflexiven Blick auf zeitgenössische Konzepte der Agilität und Organisation Y geworfen: „Last Exit Selbstorganisation“.

Sehr lesenswert ist auch das Interview mit Prof. Dr. Günther Ortmann zur Frage, wie Organisationen zu (guten) Entscheidungen kommen. Fazit: „Wir brauchen Leute, die die Lampen anhaben.“

Alle Texte in Kürze auch als Download unter www.mindshaker.de

… erfordert mehr Weisheit, als ihn zu geben.“ So jedenfalls hat das ein irischer Politiker, Michael Collins, einmal formuliert und so ist der aktuelle Beitrag von Robert Erlinghagen in der Sammlung „Schulleitung und Schulentwicklung“ betitelt, die der Raabe-Verlag heraus gibt. Erlinghagen gibt darin einen Überblick über Beratungsformen, skizziert knapp Vor- und Nachteile von Feldkompetenz und liefert ein paar Tipps zum Umgang mit externer Beratung.

Die Pädagogische Hochschule in Oberösterreich veranstaltet in diesem Jahr eine Schulleitertagung unter dem Titel „Das Unmögliche managen?“. mindshaker steuert am 6.4.18 einen Workshop zum Thema „Regelverletzung als Führungskompetenz“ bei.

Wenn Lehrkräfte gefragt werden, was gute Führung ausmacht, dann stehen Aspekte wie Verlässlichkeit, Berechenbarkeit, eine gute Beziehung zwischen Kollegium und Schulleitung ganz oben auf der Liste. Auch für Eltern, Schulaufsicht oder Bildungspolitik ist die Einhaltung von Regeln ein hohes Gut. Zugleich ist es eine wesentliche Aufgabe von schulischen Führungskräften, in der eigenen Schule selbst für das Befolgen von Regeln zu sorgen.

Andererseits stellt sich genau diesen Führungskräften oft die Frage, ob sie ein Überschreiten von Grenzen, einen Regelbruch, ja sogar einen Verrat riskieren, um ihre Organisation insgesamt voran zu bringen. Führung ist besonders dann notwendig, wenn bestehende Regeln nicht weiterhelfen, wenn sie sinnvolle Innovationen blockieren oder wenn es keine eindeutige und klare Grundlage für Entscheidungen gibt. Der Workshop beschäftigt sich mit dieser Ambivalenz von Regelverletzung und Regelbefolgung und basiert auf der Annahme, dass Regelverletzung eine notwendige Führungskompetenz ist.

Ein passender Artikel dazu im Magazin der PHOÖ ist für den Herbst 2018 geplant.

Auf zwei Fachtagen in Düsseldorf und Soest stellte Robert Erlinghagen im September 2017 den Schulleiterinnen und Schulleitern zahlreicher Schulen aus NRW eine Übersicht über Führungskonzepte vor. Die teilnehmenden Schulen bauen derzeit ihre Strukturen zu einem Ganztagsangebot aus und werden dabei durch ein Beratungsprogramm im Rahmen des Projekts Liga – Lernen im Ganztag unterstützt. Kernthese des Impulses von mindshaker war, dass sich oft der Blick auf Führung richtet, dabei aber die wichtige Rolle des Folgens vernachlässigt wird. Schulen brauchen nicht nur Konzepte für gutes Führen, sondern eben auch für kritisch-konstruktives, selbstbewusstes und verantwortungsvolles Folgen. Die Dokumentation der Veranstaltung ist unter www.lernen-im-ganztag.de zu finden.

Auf dem Bundeskongress Schulleitung der Deutschen Akademie für Pädagogische Führungskräfte (DAPF) am 14. und 15.09.2018 leitet Robert Erlinghagen eine Werkstatt zum Thema „Führung und Verrat – Regelverletzung als notwendige Führungskompetenz“.
Immer wieder stellt sich besonders Führungskräften die Frage, ob sie ein Überschreiten von Grenzen, einen Regelbruch, ja sogar einen Verrat riskieren, um ihre Organisation insgesamt voran zu bringen. Schon die Initialszene vieler Führungskräftekarrieren, der Statuswechsel von der Kollegin bzw. vom Kollegen zur Führungskraft, wird von anderen möglicherweise als Verrat empfunden. Und generell ist Führung besonders dann gefragt, wenn bestehende Regeln und Routinen nicht mehr weiterhelfen und überwunden werden müssen.
Ziel der Werkstatt ist es, die ethische und pragmatische Dimension von (notwendigen) Regelverletzungen zu reflektieren und Wege für den Umgang mit dem Spannungsverhältnis zwischen vertrauensvoller Zusammenarbeit und notwendiger Bereitschaft zur Regelverletzung zu finden.

Mehr Infos gibt es bei der DAPF.