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Focus- online und LEAD digital haben den Geschäftsführer der DGSv, Paul Fortmeier, und Robert Erlinghagen, Coach und Supervisor, befragt, wie Führungsverantwortung im Unternehmen besser verteilt werden kann.

Ein Modell dafür ist Shared Leadership. Shared Leadership heißt, dass für das Gelingen von Führung nicht eine einzelne Führungskraft allein verantwortlich ist, sondern das jeweilige System als Ganzes, und dass über die Verteilung dieser Verantwortung immer wieder transparent verhandelt wird. Führung wird aufgaben- und situationsbezogen und zeitlich befristet von unterschiedlichen Akteuren übernommen.

Shared Leadership führt, wenn sie gut läuft, zu einer enormen Identifikation mit der Organisation, dem Team und der gemeinsamen Aufgabe. Entscheidungen werden auf einer solideren Grundlage gefällt und stärker mitgetragen. Voraussetzung ist, dass es ein möglichst entspanntes, unideologisches Verständnis von Führungs- und Mitarbeiterrollen gibt und diese als gleichwertig betrachtet werden. Dass der Wechsel vom Leader zum Follower nicht als Rückschritt gesehen wird, sondern als business as usual. Für Unternehmen kann das einen echten Kulturwandel bedeuten, einen Paradigmenwechsel erster Güte.

Hier das komplette Interview bei Focus-online bzw. bei LEAD digital.

Auf den ersten Blick klingt alles verlockend. Wer will schon nicht als agil gelten? Und natürlich bieten viele Ideen und Prinzipien, die heute unter dem Schlagwort Agilität zusammen gefasst werden, die Chance, Partizipation, Kreativität und Selbstverantwortung zu fördern. Doch die Sache hat einen Haken. Mit dem Begriff der Agilität gelingt das Kunststück, zwei unvereinbare Denkfiguren zusammenzufügen: völlige Anpassung und völlige Selbstentfaltung. Darin kein Spannungsfeld, keinen Widerspruch mehr zu sehen, ist die heimliche Erfolgsstory des Begriffs. Ausgehend von dieser Kernthese analysieren Robert Erlinghagen und Rainer Witzel in der neusten Ausgabe der „Positionen. Beiträge zur Beratung in der Arbeitswelt“ Chancen und Risiken dieses aktuellen Managementtrends. Den vollständigen Text können Sie hier downloaden.

In der Süddeutschen Zeitung gab Oliver Bäte Anfang des Jahres ein Interview zum Kulturwandel der Allianz Versicherung. Dieser sei ökonomisch zwingend und werde Anpassungen und mehr Agilität verlangen. Wer dabei nicht mitmache, müsse eben gehen. Rainer Witzel und Robert Erlinghagen haben dazu einen Kommentar im Versicherungsmonitor von Herbert Fromme verfasst. Tenor: Deutliche Worte und klare Erwartungen an die Mitarbeiterschaft zu richten ist sicher richtig. Dies über die Medien zu tun wirft Fragen auf. Und schließlich: Kulturwandel braucht Attacke und Containment. Ohne Attacke passiert nichts, ohne Containment kann es Organisationen spalten und emotional-motivatorisch entkernen. Den vollständigen Kommentar finden Sie hier.

Rainer Witzel (Thor Capital GmbH) und Robert Erlinghagen (mindshaker) kommentieren ein Interview von Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor mit dem Allianz-Chef Oliver Bäte. Tenor: Zwischen Ponyhof und Galeere muss es noch Alternativen geben. Hier geht’s zum Kommentar im Versicherungsmonitor.

Überall ist von Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Agilität und Innovation die Rede – auch im Bildungssystem. Die VUCA-Welt bietet kreativen Akteuren faszinierende Möglichkeiten, von anderen wird sie eher bedrohlich wahrgenommen. mindshaker interessiert daran vor allem die soziale und psychologische Dimension. Denn der Mensch ist weder für dauerhaften Stillstand, noch für rastlose Veränderung gemacht.

Wer Change und Agilität initiieren will, kann auf den Zauber des Anfangs bauen, muss aber auch immer mit unerwünschen Nebenwirkungen rechnen. Es gilt, Bestehendes nicht nur zu überdenken, sondern wenn nötig auch zu zerstören. Alte Regel müssen übertreten, geändert, abgeschafft werden. Was dies für Führungskräfte bedeutet, die ja oft Initiatoren von Veränderung sind, war Gegenstand eines Workshops auf einer Tagung an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich in Linz. Der Tagungsbeitrag von mindshaker ist soeben im Magazin der Hochschule erschienen.

Anfang September 2018 fand das Webinar „Glänzen beim Berufseinstieg“ für das Karrierenetzwerk e-fellows statt. Rund 70 Teilnehmer*innen erhielten Informationen dazu, was für einen guten Start in einen neuen Beruf zu bedenken ist: von praktischen Fragen zur Orientierung im neuen Umfeld bis hin zu grundsätzlichen Überlegungen über die neue Rolle und Lebensphase. Den Live-Mitschnitt des Webinars finden Sie im Youtube-Channel von mindshaker.

Prof. Dr. Günther Ortmann, Prof. für Unternehmensführung an der Uni Witten/Herdecke ist ein origineller Kopf. Zuletzt hat er Bücher verfasst wie „Die Kunst des Entscheidens. Ein Quantum Trost für Zauderer und Zweifler“ oder „Noch nicht/nicht mehr. Wir Virtuosen des versäumten Augenblicks“. Ortmann befasst sich seit Jahren mit den Ambivalenzen in Organisationen und im Denken und Handeln von Organisationsmitgliedern. Für das Journal Supervision 1 (2018) haben Heiko Schulz und Robert Erlinghagen ihn zu einem seiner Lieblingsthemen befragt: Wie kommen (gute) Entscheidungen zustande? Ortmanns Fazit: „Wir brauchen Leute, die die Lampen anhaben.“ Schöner kann man es nicht formulieren. Lesen Sie selbst: Hier finden Sie das Interview zum download.

Zusammen mit Rainer Witzel hat Robert Erlinghagen einen kritisch-reflexiven Blick auf die aktuellen Trends der Agilität, der Selbstorganisation und der Organisation Y geworfen. Witzel und Erlinghagen beleuchten die Spannungsfelder zwischen Sinnsuche und Wettbewerbsdruck, zwischen Empowerment und Selbstermächtigung, zwischen Selbt und Organisation und wollen die Reflexion anregen – ohne Spielverderber zu sein. Der Beitrag ist gerade erschienen im Journal Supervision und steht hier zum download zur Verfügung.

Mit „Shared Leadership und Followership“ befasst sich ein neuer Beitrag von Robert Erlinghagen in „Das große Handbuch Personal & Führung in der Schule“ des Carl-Link-Verlags. Es geht um die Frage, wie die Verantwortung für das Gelingen von Führung in Schule auf möglichst viele Schultern verteilt werden kann, welche Rolle Konzepte der Selbstorganisation dabei spielen können, und wie auch Folloowership im Sinne einer selbstbewussten, kritischen, die Schule als Ganzes in den Blick nehmende Rolle dabei wirksam werden kann. Weitere Infos zum Handbuch finden Sie hier.