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Focus- online und LEAD digital haben den Geschäftsführer der DGSv, Paul Fortmeier, und Robert Erlinghagen, Coach und Supervisor, befragt, wie Führungsverantwortung im Unternehmen besser verteilt werden kann.

Ein Modell dafür ist Shared Leadership. Shared Leadership heißt, dass für das Gelingen von Führung nicht eine einzelne Führungskraft allein verantwortlich ist, sondern das jeweilige System als Ganzes, und dass über die Verteilung dieser Verantwortung immer wieder transparent verhandelt wird. Führung wird aufgaben- und situationsbezogen und zeitlich befristet von unterschiedlichen Akteuren übernommen.

Shared Leadership führt, wenn sie gut läuft, zu einer enormen Identifikation mit der Organisation, dem Team und der gemeinsamen Aufgabe. Entscheidungen werden auf einer solideren Grundlage gefällt und stärker mitgetragen. Voraussetzung ist, dass es ein möglichst entspanntes, unideologisches Verständnis von Führungs- und Mitarbeiterrollen gibt und diese als gleichwertig betrachtet werden. Dass der Wechsel vom Leader zum Follower nicht als Rückschritt gesehen wird, sondern als business as usual. Für Unternehmen kann das einen echten Kulturwandel bedeuten, einen Paradigmenwechsel erster Güte.

Hier das komplette Interview bei Focus-online bzw. bei LEAD digital.

Mit „Shared Leadership und Followership“ befasst sich ein neuer Beitrag von Robert Erlinghagen in „Das große Handbuch Personal & Führung in der Schule“ des Carl-Link-Verlags. Es geht um die Frage, wie die Verantwortung für das Gelingen von Führung in Schule auf möglichst viele Schultern verteilt werden kann, welche Rolle Konzepte der Selbstorganisation dabei spielen können, und wie auch Folloowership im Sinne einer selbstbewussten, kritischen, die Schule als Ganzes in den Blick nehmende Rolle dabei wirksam werden kann. Weitere Infos zum Handbuch finden Sie hier.

Auf zwei Fachtagen in Düsseldorf und Soest stellte Robert Erlinghagen im September 2017 den Schulleiterinnen und Schulleitern zahlreicher Schulen aus NRW eine Übersicht über Führungskonzepte vor. Die teilnehmenden Schulen bauen derzeit ihre Strukturen zu einem Ganztagsangebot aus und werden dabei durch ein Beratungsprogramm im Rahmen des Projekts Liga – Lernen im Ganztag unterstützt. Kernthese des Impulses von mindshaker war, dass sich oft der Blick auf Führung richtet, dabei aber die wichtige Rolle des Folgens vernachlässigt wird. Schulen brauchen nicht nur Konzepte für gutes Führen, sondern eben auch für kritisch-konstruktives, selbstbewusstes und verantwortungsvolles Folgen. Die Dokumentation der Veranstaltung ist unter www.lernen-im-ganztag.de zu finden.

Auf dem Deutschen Ausbildungsleiterkongress vom 22.-23.11.18 in Düsseldorf wird Robert Erlinghagen einen Workshop anbieten zum Thema „Willkommen in der VUKA-Welt! Wie Sie das Zusammenspiel von Führen und Folgen erfolgreich gestalten“.
Weitere Informationen unter www.deutscher-ausbildungsleiterkongress.de