Beiträge

Anfang Oktober brach eine Gruppe von Unternehmern, Personal- und Organisationsentwicklern auf zur RWTH Aachen, um sich dort im Werkzeugmaschinenlabor (WZL) und der angegliederten Demofabrik über aktuelle Trends der Industrie 4.0 zu informieren. Eingeladen hatten die IHK Siegen und „Digital in NRW. Kompetenzzentrum für den Mittelstand“.

Die Demofabrik der RWTH Aachen.

Aus Sicht von mindshaker bestätigte sich auf dieser kleinen Studienreise, dass diese industrielle Revolution im Kern gar nicht so sehr eine technische Revolution ist, sondern eine der Arbeitsformen, der sozialen Vernetzung und des mindshifts. Auch wenn natürlich in Aachen und an anderen Standorten intensive technische Forschung betrieben wird – viele Innovationen basieren eher auf der Vernetzung bekannter Technologien. Die größere Herausforderung liegt darin, Vernetzungen zwischen unterschiedlichen Professionen, Personen, Abteilungen, auch Unternehmen herzustellen. Transparenz, offenere Kooperation, kreatives Denken, agiles Arbeiten ist oft leichter gesagt als getan.

mindshaker befasst sich intensiv mit den Voraussetzungen für andere, neue, kreative Formen der Zusammenarbeit. Dabei sind die vermeintlichen weichen Faktoren oft die eigentlich harten. Mehr dazu in einem Beitrag von Robert Erlinghagen und Rainer Witzel sowie in Kürze in den „Positionen. Beiträge zur Beratung in der Arbeitswelt“.

Eine Arbeit ohne psychische  Belastungen ist weder vorstellbar noch erstrebenswert. Zu hohe Belastungen können jedoch gesundheitsgefährdend sein. Psychische Belastungen umfassen eine Vielzahl von Einflüssen, z.B. Arbeitsintensität, soziale Unterstützung am Arbeitsplatz, Arbeitszeitregelungen oder die Gestaltung des Arbeitsortes.

Gemäß Arbeitsschutzgesetz (§ 5 ArbSchG) sind Unternehmen verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen vorzunehmen. Für die konkrete Durchführung besteht dabei großer Handlungsspielraum. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen gilt es, vernünftig zwischen Aufwand und Ergebnis abzuwägen. Hierfür bietet mindshaker ein Quick-Check-Konzept an:

  • Vorbereitung und Abstimmung auf die spezifischen Arbeitsprozesse und bereits bestehende Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zur Gesundheitsprävention (1 Tag)
  • Durchführung eines Workshops zur Erhebung von Belastungsfaktoren und Gefährdungsbeurteilung (1 Tag)
  • Entwicklung von Maßnahmen inkl. Konzepten zur Wirksamkeitskontrolle und Dokumentation (1 Tag).

mindshaker ist Partner im Netzwerk „BGaktiv. Das betriebliche Gesundheitsnetzwerk“ in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain.

Die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain baut derzeit ein regionales Netzwerk zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement auf. Das Modellprojekt wird vom Gesundheitsministerium des Landes Rheinland-Pfalz gefördert. Am 21.6.18 waren interessierte Unternehmen auf dem Berghof in Dauersberg zum „Gesunden Grillen“ eingeladen, dem offiziellen Auftakt des Projekts, auf dem auch das Logo des Netzwerks der Öffentlichkeit vorgestellt wurde:

mindshaker ist Netzwerkpartner. Wir bieten Coaching, Teamentwicklung, Führungskräfteentwicklung und Organisationsberatung an, um gesundheitliche und psychische Belastungen zu reduzieren – oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Nähere Infos zum Angebot von mindshaker finden Sie hier. Die Website des Netzwerks ist noch in Bearbeitung. Ansprechpartner ist die Regionale Entwicklungsgesellschaft der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain.

Agilität ist derzeit ein Modethema unter Organisationstheoretikern und Unternehmenspraktikern. Mit agilen Prinzipien und Methoden versuchen viele Organisationen, auf die sich ändernden Umfeldbedingungen zu reagieren (Stichwort: VUKA-Welt, geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität). Ich verstehe unter Agilität vor allem zwei Herausforderungen:

  • die Fähigkeit, bei Bedarf die Geschwindigkeit unterschiedlichster interner Prozesse zu erhöhen und ggf. schnell Entscheidungen herbeiführen zu können;
  • die Fähigkeit, die interne und externe Interaktion zu intensivieren

Das sind prinzipiell auch Herausforderungen für Schule, wenngleich eine simple Übertragung von Prinzipien aus der Wirtschaft nicht taugt. Im Gegenteil: Schulen sind bereits in vielerlei Hinsicht so organisiert, wie manche Unternehmen es gerne wären: partizipativ, mit hoher Eigenverantwortung der Kolleginnen und Kollegen. Dennoch würden sich wohl nur wenige Schulen als agil bezeichnen. Was also ist dran an dem Thema Agilität? Und was können interessante Anregungen für die Schulwelt sein?

Am 30.11.18 bietet Robert Erlinghagen hierzu in der Deutschen Akademie für Pädagogische Führung (DAPF) in Dortmund einen Workshop an.
Vgl. Erlinghagen, Robert/Rainer Witzel: Last Exit Selbstorganisation. Ein kritisch-reflexiver Blick auf die angesagten Konzepte der Agilität und der Organisation Y, in: Journal Supervision 1 (2018), S. 12-15

Prof. Dr. Günther Ortmann, Prof. für Unternehmensführung an der Uni Witten/Herdecke ist ein origineller Kopf. Zuletzt hat er Bücher verfasst wie „Die Kunst des Entscheidens. Ein Quantum Trost für Zauderer und Zweifler“ oder „Noch nicht/nicht mehr. Wir Virtuosen des versäumten Augenblicks“. Ortmann befasst sich seit Jahren mit den Ambivalenzen in Organisationen und im Denken und Handeln von Organisationsmitgliedern. Für das Journal Supervision 1 (2018) haben Heiko Schulz und Robert Erlinghagen ihn zu einem seiner Lieblingsthemen befragt: Wie kommen (gute) Entscheidungen zustande? Ortmanns Fazit: „Wir brauchen Leute, die die Lampen anhaben.“ Schöner kann man es nicht formulieren. Lesen Sie selbst: Hier finden Sie das Interview zum download.

Zusammen mit Rainer Witzel hat Robert Erlinghagen einen kritisch-reflexiven Blick auf die aktuellen Trends der Agilität, der Selbstorganisation und der Organisation Y geworfen. Witzel und Erlinghagen beleuchten die Spannungsfelder zwischen Sinnsuche und Wettbewerbsdruck, zwischen Empowerment und Selbstermächtigung, zwischen Selbt und Organisation und wollen die Reflexion anregen – ohne Spielverderber zu sein. Der Beitrag ist gerade erschienen im Journal Supervision und steht hier zum download zur Verfügung.

Das Journal Supervision 1/2018 ist soeben erschienen. Als Gastredakteur hat Robert Erlinghagen darin den Schwerpunkt „Denken und Handeln in Organisationen“ mitgestaltet und einen Beitrag über „Prägende Ambivalenzen“ in Organisationen veröffentlicht: Kollektivismus vs. Individualismus, Reflexion vs. Handlung, Innovation vs. Bewahrung, Transparenz vs. Vertrauen sowie analog vs. digital; dies sind die zentralen Achsen entlang derer Organisationsentwicklung heute stattfindet.

Gemeinsam mit Rainer Witzel, Geschäftsführer der Kooperationspartners Thor Capital, hat Robert Erlinghagen einen kritisch-reflexiven Blick auf zeitgenössische Konzepte der Agilität und Organisation Y geworfen: „Last Exit Selbstorganisation“.

Sehr lesenswert ist auch das Interview mit Prof. Dr. Günther Ortmann zur Frage, wie Organisationen zu (guten) Entscheidungen kommen. Fazit: „Wir brauchen Leute, die die Lampen anhaben.“

Alle Texte in Kürze auch als Download unter www.mindshaker.de

Ein neues Workshop-Konzept von mindshaker: Praxisorientierte Modelle und psychodynamische Theorie zum besseren Verständnis derjenigen Aspekte der Berufs- und Arbeitswelt, die unter der Oberfläche liegen. Hier finden Sie mehr Informationen. Alle aktuellen Workshop-Angebote von mindshaker finden Sie hier.

Die Anmeldefrist für den nächsten MBA-Studiengang Trend­forschung und Nach­haltigkeits­management an der HfWU Nürtingen Geislingen läuft. mindshaker ist am Modul Selbstmanagement beteiligt. Am 14.3.18 findet ein Infoabend an der Hochschule statt. Nähere Infos zu Ort und Zeit und zum Studiengang insgesamt finden Sie hier.

Die Pädagogische Hochschule in Oberösterreich veranstaltet in diesem Jahr eine Schulleitertagung unter dem Titel „Das Unmögliche managen?“. mindshaker steuert am 6.4.18 einen Workshop zum Thema „Regelverletzung als Führungskompetenz“ bei.

Wenn Lehrkräfte gefragt werden, was gute Führung ausmacht, dann stehen Aspekte wie Verlässlichkeit, Berechenbarkeit, eine gute Beziehung zwischen Kollegium und Schulleitung ganz oben auf der Liste. Auch für Eltern, Schulaufsicht oder Bildungspolitik ist die Einhaltung von Regeln ein hohes Gut. Zugleich ist es eine wesentliche Aufgabe von schulischen Führungskräften, in der eigenen Schule selbst für das Befolgen von Regeln zu sorgen.

Andererseits stellt sich genau diesen Führungskräften oft die Frage, ob sie ein Überschreiten von Grenzen, einen Regelbruch, ja sogar einen Verrat riskieren, um ihre Organisation insgesamt voran zu bringen. Führung ist besonders dann notwendig, wenn bestehende Regeln nicht weiterhelfen, wenn sie sinnvolle Innovationen blockieren oder wenn es keine eindeutige und klare Grundlage für Entscheidungen gibt. Der Workshop beschäftigt sich mit dieser Ambivalenz von Regelverletzung und Regelbefolgung und basiert auf der Annahme, dass Regelverletzung eine notwendige Führungskompetenz ist.

Ein passender Artikel dazu im Magazin der PHOÖ ist für den Herbst 2018 geplant.