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Lockdown, Wirtschaftseinbruch, Infektionsschutz – das sind für Unternehmen und Führungskräfte nicht nur organisatorische und ökonomische Herausforderungen. Krisenbewältigung ist auch eine Frage der Gesundheit und mentalen Belastbarkeit. Im Rahmen der kostenlosen Telefon-Fortbildungen der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz e.V. bietet mindshaker am Mittwoch 5. August 2020 von 12 bis 13 h einige Ideen und Tipps zum Thema „Durch die Krise führen – kollektive Krisenerfahrungen verarbeiten und Chancen im Arbeitsalltag nutzen“. Alle Informationen zum Netzwerk für Betriebliches Gesundheitsmanagement Rheinland-Pfalz und zur Einwahl in die Telefon-Fortbildung finden Sie bei der LZG RLP.

Wann, wenn nicht jetzt? Diese Frage inspirierte Doscha Sandvoß, Jochen Leeder und Robert Erlinghagen zur Entwicklung eines neuen digitalen Fortbildungsangebots, ein Webcamp zur Schulentwicklung am 29. Juni 2020 mit Inspirationen für den Start ins neue Schuljahr.

Die Idee

Ein ungewöhnliches Schuljahr geht zu Ende. Unübersichtlich. Mit vielen Überraschungen, schnellen Entscheidungen, Mut zur Improvisation und bemerkenswerten Veränderungen.

Da blieb oft gar nicht viel Zeit zum Nachdenken. Doch spätestens jetzt stellt sich die Frage: Welche Schlüsse ziehen Sie aus den Erfahrungen der vergangenen Monate? Welche positiven Entwicklungen haben sich an Ihrer Schule eingestellt? Was wollen Sie auf jeden Fall – Corona hin oder her – im nächsten Schuljahr weiterverfolgen? Und was soll sich nicht verfestigen und Ausnahme bleiben?

Das Angebot

Das Webcamp zur Schulentwicklung bietet Ihnen Inspirationen durch Impulse und kollegialen Erfahrungsaustausch. Es richtet sich an schulische Führungskräfte, die mit Schwung die Chancen zur Schulentwicklung nutzen wollen, die sich durch die tiefgreifenden Veränderungen der letzten Wochen aufgetan haben: Welche Erkenntnisse wollen Sie für die Unterrichtsentwicklung aufgreifen? Welche für die Organisation Ihres Kollegiums? Und welche für die Kommunikation mit den Eltern?

Die Impulse

  • Wie bleibe ich in Zeiten der Corona Pandemie als Schulleitung agil und produktiv mit IServ und digitalen Tools? (Jochen Leeder)
  • Auf zu neuen Ufern – (wie) können Steuergruppen die gerade sehr unruhige See für Schul- und Unterrichtsentwicklung nutzen? (Doscha Sandvoß)
  • Da geht was. Führung in Zeiten des Umbruchs (Robert Erlinghagen)

Alle Infos zum Inhalt und den Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier. Das Webcamp ist eine Veranstaltung des regionalen Medienzentrums Gießen-Vogelsberg und daher auf dessen Einzugsbereich beschränkt.

Spätestens Corona hat uns gelehrt, dass Anpassungsfähigkeit für Organisationen nicht nur dann ein Thema ist, wenn sie im ökonomischen Wettbewerb stehen und um flatterhafte Kunden werben. Auch andere Einflussfaktoren sorgen dafür, dass in Organisationen jeglicher Art Veränderung längst zum Dauerzustand geworden ist. So wird Agilität auch in der Jugendhilfe schon länger diskutiert. In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Evangelische Jugendhilfe“ skizziert Robert Erlinghagen, was beim Schlagwort Agilität bloße Mode und was sachlich begründete Inspirationsquelle für die Organisationsentwicklung ist.

Erlinghagen, Robert: Überall Agilität, in: Evangelische Jugendhilfe, 3 (2020) S. 136-145

Die Firma Beichler Kälte- und Klimatechnik GmbH und die Agentur glückskind aus Steinebach an der Sieg nutzten im Frühjahr die Kompaktworkshops von mindshaker zur Fortbildung in Sachen Führung und Kommunikation.

Beide Unternehmen sind ebenso wie mindshaker Mitglied im regionalen Netzwerk für Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGaktiv. Vor wenigen Tagen erhielten die Geschäftführungen von Beichler und glückskind nun von der Netzwerkkoordinatorin Anna Kötting das Netzwerk-Logo überreicht, eine Auszeichnung für jene Betriebe, die gesundheitserhaltende sowie -fördernde Maßnahmen innerhalb des Netzwerkes umsetzen und sich aktiv um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter*innen kümmern.

Das Wort „Folgen“ hat für viele Menschen einen negativen Beigeschmack. Es wird schnell als Einschränkung der persönlichen Freiheit und Individualität gesehen, als Unterwerfung oder gar als erster Schritt in Richtung blinden Gehorsams.

„Führen“ wird auch kritisch beäugt, gilt aber als sexy.

Dabei wird oft übersehen, dass Führen und Folgen zwei Seiten derselben Medaille sind. Wenn Du führst, aber niemand Dir folgt, führst Du nicht. Führende sind auf Folgende angewiesen. Und Folgende haben deshalb Mitverantwortung für das Gelingen von Führung.

Derzeit bekommen in der Corona-Debatte all diejenigen besonders viel Aufmerksamkeit, die sich mit teilweise irrwitzigen Vorwürfen lautstark gegen politische Führungsentscheidungen auflehnen. Dabei gehen leider all diejenigen ein wenig unter, die ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten, indem Sie sehr souverän und selbstbewusst, kritisch und reflektiert, eigenständig denkend und trotzdem am Gemeinwohl orientiert den Handlungsempfehlungen und politischen Entscheidungen Folge leisten – und dafür auch persönliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Followership at its best.

Es wäre zu wünschen, dass sowohl in der Gesellschaft als auch in Unternehmen und Organisationen dieser wesentliche Beitrag des Followerships zum Gelingen des Ganzen mehr gewürdigt, unterstützt und systematisch gefördert wird. Denn Followership in diesem Sinne braucht Mut, die Bereitschaft Mitverantwortung zu übernehmen, eine ethische Grundhaltung und Kommunikationsgeschick. Wir brauchen nicht nur Konzepte für Leadership, sondern für Leadership und Followership.

P.S.: mindshaker hat dazu schon einiges veröffentlicht, z.B.

Ab sofort informiert mindshaker zwei oder drei Mal im Jahr in einem Newsletter über originelle Ideen aus der Welt des Coachings und der Organisationsentwicklung, über Veröffentlichungen und eigene Fortbildungsangebote und Veranstaltungen.

Hier geht’s zur Anmeldung.

„Mehr Produktivität und Erfolg in Unternehmen: raus aus dem Jammern und Klagen“ – darum geht es beim nächsten Business Forum der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen und Lüdenscheid. Claudia Polzin, Businesscoach aus Kreuztal, und Robert Erlinghagen (mindshaker) werden Ideen und Anregungen liefern, wie man mit Gejammer besser umgehen kann. Das Angebot richtet sich an Mitglieder der beteiligten Verbände der Wirtschaftjunioren Südwestfalen und Lüdenscheid. Die Veranstaltung findet statt am 12.11.19 von 18 bis 21 h. Veranstaltungsort ist die Geschäftsstelle Olpe der IHK Siegen, In der Trift 11, 57462 Olpe. Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Die Pädadgogische Hochschule Zug (CH) lädt vom 25.-27.9.19 zum internationalen Bildungs- und Schulleitungssymposium. Knapp 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt treffen sich alljährlich am Zugersee, um sich über neuste Forschungserkenntnisse und Trends aus der Praxis auszutauschen.

Robert Erlinghagen leitet einen Workshop zum Thema „Agile Schulentwicklung“. Kernthese ist, dass das Konzept der Agilität einige Inspirationen für Schule bereit hält, aber nur begrenzt aus der Wirtschaft in den Bildungsbereich übertragen werden kann. Inspirierend können insbesondere praktische Agile Methoden sein, die dazu dienen vorhandene Kreativität in geordnete Bahnen zu lenken und die Meta-Kommunikation über Rollen, Erwartungen und die Art und Weise der Zusammenarbeit erleichtern können. In Kürze erscheint dazu auch ein Beitrag im von Stephan Huber herausgegebenen „Jahrbuch Schulleitung 2020“. Nähere Informationen zum World Education Leadership Symposium und zum Beitrag von mindshaker finden Sie hier.

(Bild von Rene Staempfli auf Pixabay)

Focus- online und LEAD digital haben den Geschäftsführer der DGSv, Paul Fortmeier, und Robert Erlinghagen, Coach und Supervisor, befragt, wie Führungsverantwortung im Unternehmen besser verteilt werden kann.

Ein Modell dafür ist Shared Leadership. Shared Leadership heißt, dass für das Gelingen von Führung nicht eine einzelne Führungskraft allein verantwortlich ist, sondern das jeweilige System als Ganzes, und dass über die Verteilung dieser Verantwortung immer wieder transparent verhandelt wird. Führung wird aufgaben- und situationsbezogen und zeitlich befristet von unterschiedlichen Akteuren übernommen.

Shared Leadership führt, wenn sie gut läuft, zu einer enormen Identifikation mit der Organisation, dem Team und der gemeinsamen Aufgabe. Entscheidungen werden auf einer solideren Grundlage gefällt und stärker mitgetragen. Voraussetzung ist, dass es ein möglichst entspanntes, unideologisches Verständnis von Führungs- und Mitarbeiterrollen gibt und diese als gleichwertig betrachtet werden. Dass der Wechsel vom Leader zum Follower nicht als Rückschritt gesehen wird, sondern als business as usual. Für Unternehmen kann das einen echten Kulturwandel bedeuten, einen Paradigmenwechsel erster Güte.

Hier das komplette Interview bei Focus-online bzw. bei LEAD digital.

Vom 25.-27.09.2019 veranstaltet die Pädagogische Hochschule in Zug (CH) ihr jährliches World Education Leadership Symposium (WELS). Nachdem mindshaker im vergangenen Jahr bereits einen Beitrag über das komplexe Verhältnis zwischen Führung und Regelverletzung beigesteuert hat, bietet Robert Erlinghagen in diesem Jahr einen Workshop an mit dem Titel „Agile Schulentwicklung – was könnte das sein?“

Agilität ist derzeit ein Modethema. Mit agilen Prinzipien und Methoden versuchen viele Organisationen darauf zu reagieren, dass Veränderung zum Dauerzustand und die Arbeitswelt VUKA geworden ist: volatil, unsicher, komplex und ambig. Agilität bedeutet vor diesem Hintergrund zweierlei:

1. die Fähigkeit, bei Bedarf die Geschwindigkeit interner Prozesse zu erhöhen und ggf. schnell Entscheidungen herbeiführen zu können;

2. die Fähigkeit, die interne und externe Interaktion zu intensivieren.

Das sind prinzipiell auch Herausforderungen für Schule, wenngleich eine simple Übertragung von Prinzipien aus der Wirtschaft nicht taugt. Im Gegenteil: Schulen sind bereits in vielerlei Hinsicht scheinbar agil organisiert: partizipativ, mit hoher Eigenverantwortung der Kolleg*innen. Allerdings sind Schulen im Alltag nicht systematisch agil, sondern eher hektisch, aktionistisch, chaotisch.Dieser Workshop geht der Frage nach, was dran ist am Thema Agilität? Was können Anregungen für Schulen sein? Welche Konzepte können sie nutzen, um strukturierter und beweglicher zugleich zu werden und sich mit Veränderung als Dauerzustand anzufreunden?

Agilität ist definitiv kein Allheilmittel; eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Konzept haben Rainer Witzel und Robert Erlinghagen bereits vorgelegt. Dennoch bietet das Konzept auch Inspirationen, die Schulen nutzen können, wie etwa die Disziplin in der Klärung von Verantwortlichkeiten bei gleichzeitiger (angestrebter) Leichtigkeit im Umgang mit Fehlern und Konfliktpotenzialen.