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Die Pädadgogische Hochschule Zug (CH) lädt vom 25.-27.9.19 zum internationalen Bildungs- und Schulleitungssymposium. Knapp 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt treffen sich alljährlich am Zugersee, um sich über neuste Forschungserkenntnisse und Trends aus der Praxis auszutauschen.

Robert Erlinghagen leitet einen Workshop zum Thema „Agile Schulentwicklung“. Kernthese ist, dass das Konzept der Agilität einige Inspirationen für Schule bereit hält, aber nur begrenzt aus der Wirtschaft in den Bildungsbereich übertragen werden kann. Inspirierend können insbesondere praktische Agile Methoden sein, die dazu dienen vorhandene Kreativität in geordnete Bahnen zu lenken und die Meta-Kommunikation über Rollen, Erwartungen und die Art und Weise der Zusammenarbeit erleichtern können. In Kürze erscheint dazu auch ein Beitrag im von Stephan Huber herausgegebenen „Jahrbuch Schulleitung 2020“. Nähere Informationen zum World Education Leadership Symposium und zum Beitrag von mindshaker finden Sie hier.

(Bild von Rene Staempfli auf Pixabay)

Vom 25.-27.09.2019 veranstaltet die Pädagogische Hochschule in Zug (CH) ihr jährliches World Education Leadership Symposium (WELS). Nachdem mindshaker im vergangenen Jahr bereits einen Beitrag über das komplexe Verhältnis zwischen Führung und Regelverletzung beigesteuert hat, bietet Robert Erlinghagen in diesem Jahr einen Workshop an mit dem Titel „Agile Schulentwicklung – was könnte das sein?“

Agilität ist derzeit ein Modethema. Mit agilen Prinzipien und Methoden versuchen viele Organisationen darauf zu reagieren, dass Veränderung zum Dauerzustand und die Arbeitswelt VUKA geworden ist: volatil, unsicher, komplex und ambig. Agilität bedeutet vor diesem Hintergrund zweierlei:

1. die Fähigkeit, bei Bedarf die Geschwindigkeit interner Prozesse zu erhöhen und ggf. schnell Entscheidungen herbeiführen zu können;

2. die Fähigkeit, die interne und externe Interaktion zu intensivieren.

Das sind prinzipiell auch Herausforderungen für Schule, wenngleich eine simple Übertragung von Prinzipien aus der Wirtschaft nicht taugt. Im Gegenteil: Schulen sind bereits in vielerlei Hinsicht scheinbar agil organisiert: partizipativ, mit hoher Eigenverantwortung der Kolleg*innen. Allerdings sind Schulen im Alltag nicht systematisch agil, sondern eher hektisch, aktionistisch, chaotisch.Dieser Workshop geht der Frage nach, was dran ist am Thema Agilität? Was können Anregungen für Schulen sein? Welche Konzepte können sie nutzen, um strukturierter und beweglicher zugleich zu werden und sich mit Veränderung als Dauerzustand anzufreunden?

Agilität ist definitiv kein Allheilmittel; eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Konzept haben Rainer Witzel und Robert Erlinghagen bereits vorgelegt. Dennoch bietet das Konzept auch Inspirationen, die Schulen nutzen können, wie etwa die Disziplin in der Klärung von Verantwortlichkeiten bei gleichzeitiger (angestrebter) Leichtigkeit im Umgang mit Fehlern und Konfliktpotenzialen.

„Selbstorganisation als Heilsversprechen“ – unter diesem Titel bieten Rainer Witzel (Thor Capital) und Robert Erlinghagen (mindshaker) einen Workshop auf der ChangeTagung 2020 der Fachhochschule Nordwestschweiz an.

Zum Inhalt: Es gibt im Grunde nur zwei Motive, weshalb sich Organisationen der Selbstorganisation verschreiben:

− Entweder sie sind von der Angst getrieben, in einer immer turbulenteren Arbeitswelt bei steigendem Konkurrenzdruck unterzugehen, und sehen darin eine Chance, noch nicht geschürftes Gold in den Köpfen und Herzen der Mitarbeiter*innen auszubeuten

− oder sie sind beseelt von einem positiven Menschenbild und sehen darin die Chance, die Ketten der Bevormundung von Mitarbeiter*innen zu sprengen.

In beiden Fällen entfernen sich Führungskräfte häufig vom `couragierten Führen` und konzentrieren sich auf `angepasste Moderation`. Wir wollen in diesem Workshop die Luft aus überhöhten Konzeptblasen herauslassen und die Idee der Selbstorganisation erden.

Organisationsberatung, Coaching und Supervision geraten unter Beschuss: Bei einer von Angst getriebenen Hinwendung zur Selbstorganisation erleben wir eine mechanisch-schematische „VerToolung“ des Prinzips, wo doch viel mehr Haltung gefragt wäre. Kritische Reflexion und Coaching, das nach dem Zweck von Strategien, Prozessen und Strukturen fragt, decken die wahren hilflosen Motive auf und sind dann leider Spielverderber und nicht agile Sparringspartner. Und Unternehmen, die konsequent auf die eigenen Potenziale bauen, sehen in externen Beratern und Coaches eher unnütze Besserwisser, denen es nicht um Sinnstiftung, sondern ums Verkaufen ihrer eigenen Dienstleistun-gen geht. Dabei ist es gerade die professionell gestaltete Beziehungsarbeit, die einen ausbalancierten Kontext zw. FÜHREN und FOLGEN ermöglicht. Und damit über die Frage entscheidet, ob eine selbstorganisiert gestaltete Unternehmung ein Placebo von Leistungsfetischisten, eine Schönwetterveranstaltung oder eine seriöse Alternative wird.

Infos zur Tagung am 23./24. Januar 2020 in Basel unter http://www.changetagung.ch/.

Die Workshopankündigung gibt es hier: https://www.changetagung.ch/programm-2020/13_WS_Erlingenhagen_Witzel.pdf

Auf den ersten Blick klingt alles verlockend. Wer will schon nicht als agil gelten? Und natürlich bieten viele Ideen und Prinzipien, die heute unter dem Schlagwort Agilität zusammen gefasst werden, die Chance, Partizipation, Kreativität und Selbstverantwortung zu fördern. Doch die Sache hat einen Haken. Mit dem Begriff der Agilität gelingt das Kunststück, zwei unvereinbare Denkfiguren zusammenzufügen: völlige Anpassung und völlige Selbstentfaltung. Darin kein Spannungsfeld, keinen Widerspruch mehr zu sehen, ist die heimliche Erfolgsstory des Begriffs. Ausgehend von dieser Kernthese analysieren Robert Erlinghagen und Rainer Witzel in der neusten Ausgabe der „Positionen. Beiträge zur Beratung in der Arbeitswelt“ Chancen und Risiken dieses aktuellen Managementtrends. Den vollständigen Text können Sie hier downloaden.

Am 23.11.18 leitete Robert Erlinghagen ein Praxisforum „Willkommen in der VUKA-Welt“ auf dem Deutschen Ausbildungsleiterkongress im Düsseldorfer Kongresszentrum.

Robert Erlinghagen auf dem DALK 2018

Im Zentrum standen folgende Thesen

  • Die VUKA-Welt stellt Menschen und Unternehmen vor neue Herausforderungen
  • Die Generation Selfie verkörpert Effekte der VUKA-Welt prototypisch
  • Kernfrage ist: Wie wecke und erhalte ich in der VUKA-Welt die Motivation?
  • Unternehmen brauchen neue Konzepte für das Wechselspiel von Führen und Folgen
  • Damit ändert sich die Rolle der Ausbilder/innen

Die Präsentation können Sie hier downloaden.

Agilität ist unter Organisationstheoretikern und Unternehmenspraktikern seit einiger Zeit schon das Konzept der Stunde. Mit agilen Prinzipien und Methoden versuchen viele Organisationen, auf die sich ändernden Umfeldbedingungen zu reagieren (Stichwort: VUKA-Welt, Digitalisierung). Dies sind auch Anforderungen und Herausforderungen für Schule und Schulaufsicht, wenngleich eine simple und direkte Übertragung den Spezifika des Bildungssystems nicht gerecht wird. Deshalb bietet mindshaker im Rahmen der Schulaufsichtstagung 2018 des Landes Nordrhein-Westfalen am 16.11.18 einen Workshop an, in dem es um Sinn und Nutzen des Ansatzes für die Bildung geht: „Agile Schule – agile Schulaufsicht: Was könnte das sein?“

Agilität: Präsentationsthema der Schulaufsichtstagung NRW 2018

Eingeladen hat die QUA-LiS, die Qualitäts- und Unterstützungsagentur – Landesinstitut für Schule in Soest unter dem Tagungstitel: „Schulaufsicht 3D – Digitalisierung, Dialog, Diversität“. Am 15.11.18 ließen sich die Schulaufsichtsvertreterinnen und -vertreter bereits zu einem anderen Thema von mindshaker inspirieren: „Führung und Verrat – Regelverletzung als Führungskompetenz“.  Die Idee dieses Impulses, dass Regelverletzungen gelegentlich notwendig sind, um in unklaren Situationen handlungsfähig zu bleiben und Innovationen zu ermöglichen, war für einige Aufsichtsbeamte nicht ganz leicht zu verdauen. Nachdenklichkeit löste auch das Konzept des „virtuous betrayal“ (James Krantz) aus, des tugendhaften Verrats im Interesse eines übergordneten Ziels. Es entstand eine lebhafte Diskussion über die Vor- und Nachteile, Sinnhaftigkeit und Grenzen von Regeln und Verfahren. Zweifellos sind transparente und geordnete Verfahren zur Entscheidungsfindung eine zivilisatorische Errungenschaft. Doch das Konzept des „virtuous betrayal trägt der Tatsache Rechnung, dass das beste Regelwerk seine Begrenzungen und Nachteile hat und Organisationen „auf eine Komnination von Regelbefolgung und -verletzung auf Gedeih und Verderb angewiesen sind“ (Günther Ortmann), wenn sie erfolgreich sein wollen. Mehr Infos hierzu finden Sie in einem Beitrag von Robert Erlinghagen im Magazin der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.

 

Der Kreis Personal- und Betriebsleiter Schwaben im Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (bayme) versammelt sich am 13.12.18 in Leipheim zum Netzwerken und zum Erfahrungsaustausch. mindshaker steuert einen Impuls bei in Form eines Vortrags von Robert Erlinghagen: „Alle reden von Führung. Sprechen wir übers Folgen.“ Der Verband ist auf das Thema aufmerksam geworden, da auch schon beim Deutschen Ausbildungsleiterkongress DALK 2018 am 23.11.18 in Düsseldorf ein Workshop von mindshaker zu diesem Thema vorgesehen ist: „Willkommen in der VUKA-Welt! Wie Sie das Zusammenspiel von Führen und Folgen erfolgreich gestalten.“

Überall ist von Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Agilität und Innovation die Rede – auch im Bildungssystem. Die VUCA-Welt bietet kreativen Akteuren faszinierende Möglichkeiten, von anderen wird sie eher bedrohlich wahrgenommen. mindshaker interessiert daran vor allem die soziale und psychologische Dimension. Denn der Mensch ist weder für dauerhaften Stillstand, noch für rastlose Veränderung gemacht.

Wer Change und Agilität initiieren will, kann auf den Zauber des Anfangs bauen, muss aber auch immer mit unerwünschen Nebenwirkungen rechnen. Es gilt, Bestehendes nicht nur zu überdenken, sondern wenn nötig auch zu zerstören. Alte Regel müssen übertreten, geändert, abgeschafft werden. Was dies für Führungskräfte bedeutet, die ja oft Initiatoren von Veränderung sind, war Gegenstand eines Workshops auf einer Tagung an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich in Linz. Der Tagungsbeitrag von mindshaker ist soeben im Magazin der Hochschule erschienen.

Anfang Oktober brach eine Gruppe von Unternehmern, Personal- und Organisationsentwicklern auf zur RWTH Aachen, um sich dort im Werkzeugmaschinenlabor (WZL) und der angegliederten Demofabrik über aktuelle Trends der Industrie 4.0 zu informieren. Eingeladen hatten die IHK Siegen und „Digital in NRW. Kompetenzzentrum für den Mittelstand“.

Die Demofabrik der RWTH Aachen.

Aus Sicht von mindshaker bestätigte sich auf dieser kleinen Studienreise, dass diese industrielle Revolution im Kern gar nicht so sehr eine technische Revolution ist, sondern eine der Arbeitsformen, der sozialen Vernetzung und des mindshifts. Auch wenn natürlich in Aachen und an anderen Standorten intensive technische Forschung betrieben wird – viele Innovationen basieren eher auf der Vernetzung bekannter Technologien. Die größere Herausforderung liegt darin, Vernetzungen zwischen unterschiedlichen Professionen, Personen, Abteilungen, auch Unternehmen herzustellen. Transparenz, offenere Kooperation, kreatives Denken, agiles Arbeiten ist oft leichter gesagt als getan.

mindshaker befasst sich intensiv mit den Voraussetzungen für andere, neue, kreative Formen der Zusammenarbeit. Dabei sind die vermeintlichen weichen Faktoren oft die eigentlich harten. Mehr dazu in einem Beitrag von Robert Erlinghagen und Rainer Witzel sowie in Kürze in den „Positionen. Beiträge zur Beratung in der Arbeitswelt“.